Wie unser Nervensystem Wirtschaftserfolg beeinflusst
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen unserem Stressempfinden und Wirtschaftserfolg?
Wirtschaftserfolg wird vor allem von Zahlen, Strategien und harten Fakten gestaltet ... Wirklich?
Wer nachhaltig und innovativ agieren will, sollte verstehen, wie der Mensch „tickt“. Denn unser Nervensystem spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie wir denken, entscheiden und handeln – besonders unter Stress.
Wenn Menschen Angst oder Druck erleben, reagiert das Nervensystem mit einem automatischen Schutzmechanismus: Es schaltet in den sogenannten Stress- oder Angstmodus. Biologisch betrachtet führt dieser Zustand zu einer Verengung unseres Bewusstseins. Unser Gehirn fokussiert sich auf unmittelbare Gefahren und blockiert neue Informationen oder bahnbrechende Ideen. Das bedeutet: Im Stress-Modus sind wir weniger offen für Veränderungen und Innovationen – das genaue Gegenteil dessen, was in der dynamischen Wirtschaftswelt gefragt ist.
Angst blockiert Innovation
Dieses Phänomen hat weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen und zu treffende Entscheidungen! Führungskräfte, die hingegen ihre eigenen Stressmuster und die ihrer Mitarbeiter kennen, können besser auf Herausforderungen reagieren und wissen, was erforderlich ist, um sich selbst regulieren zu können.
Wie aber lässt sich dieser einengende Stressmodus durchbrechen? Zwei bewährte Methoden als Einstieg:
1. Tiefe Atmung:
Bewusstes, ruhiges Ein- und Ausatmen aktiviert das parasympathische Nervensystem, unseren „Ruhemodus“. Diese einfache Übung kann helfen, wieder den Kopf frei zu bekommen und die körperliche Anspannung abzubauen. Regelmäßige Atempausen im Arbeitsalltag erhöhen die geistige Klarheit und fördern bessere Entscheidungen.
2. Körper-Achtsamkeit:
Sich seiner Körperempfindungen bewusst zu werden – etwa durch kurze Pausen zur Wahrnehmung von Muskelverspannungen oder Haltung – hilft im ersten Schritt, Stress frühzeitig zu erkennen und diesem entgegenzuwirken. Achtsamkeit stärkt nicht nur die emotionale Resilienz, sondern verbessert auch das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit.
Unternehmen sollten die mittlerweile gut erforschten Erkenntnisse rund um unser Nervensystem nicht nur als optionalen Wellnessfaktor sehen, sondern als essenziellen Bestandteil moderner Führungskultur. Die Beschäftigung mit dem eigenen Nervensystem und die bewusste Anwendung von Techniken zur effektiven Selbstregulation - wie tiefer Bauch-Atmung und Körper-Achtsamkeit - sind Schlüssel, um in stressigen Situationen handlungsfähig zu bleiben und sich einen offenen Geist zu erhalten.
Mein Appell: Nehmen Sie sich die Zeit, sich mit diesem Wissen auseinanderzusetzen – sei es in Seminaren, Coachings oder im Selbststudium. Übertragen Sie diese Erkenntnisse aktiv in Ihren beruflichen Alltag. Denn nur wer versteht, wie Stress-Parameter unser Denken einschränken, kann sich bewusst regulieren und auch andere dafür gewinnen.
Erfolg beginnt im eigenen Vorstellungsvermögen und in einem Gefühl von souveränem Überblick. Und dazu gehört auch: ein ausgeglichenes Nervensystem, das Zugriff auf unsere Kreativität und Gestaltungsfreude ermöglicht.
Nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie wirksame Routinen zur Selbstregulation Ihres Nevensystems etablieren möchten. Erfahren Sie auch, wie Ihre Führungskommunikation einen wesentlichen Beitrag dabei leisten kann, Stresspegel zu reduzieren und Innovationskraft zu entfalten.









