Fehler gemacht - und jetzt?

Sevira Patricia Landsberg • 22. April 2026

Die Macht der Freundlichkeit

Wie eine kleine Geste Großes bewirken kann


Neulich im IT-Unternehmen: Eine junge, hochmotivierte Mitarbeiterin hat gerade in einem wichtigen Projekt ein entscheidendes Meeting versemmelt. Der Kunde ist unzufrieden, die geplante Roadmap passt nicht, und der Druck im Team steigt. Die Chefin betritt den Raum, blickt ernst, doch statt mit erhobenem Zeigefinger zu mahnen, legt sie ihr Telefon beiseite, lächelt warm und sagt: „Weißt du was? Fehler sind manchmal die wichtigsten Lernerfahrungen. Lass uns gemeinsam schauen, wie wir jetzt das Ruder herumreißen.“ Die Mitarbeiterin atmet tief durch, ihre Schultern entspannen sich, und plötzlich scheint der Berg an Problemen weniger steil.

Diese kleine Episode aus dem Führungsalltag zeigt etwas, das viele Entscheider unterschätzen:  Freundlichkeit in einer herausfordernden Situation zeigen zu können ist keine Führungsschwäche, sondern zählt zu den wertvollen Softskills einer modernen Führungskraft.   


Freundlichkeit – mehr als nur nette Worte


In unserer heutigen Geschäftswelt, in der Zahlen, Deadlines und Leistung oft als alleinige Maßstäbe gelten, wird Freundlichkeit schnell als entbehrlich abgetan. Doch Freundlichkeit ist keine unnötige Zuckerglasur: Aktuelle Studien zeigen auf, dass Freundlichkeit eine wichtige Rolle bei der Förderung von psychologischer Sicherheit, Resilienz und Motivation spielt. Die Fähigkeit, als Führungskraft mit Menschen freundlich und empathisch umzugehen, wird als Ausdruck von Stärke und Reife angesehen.


Freundlichkeit ist kein Reflex – sie erfordert Präsenz, Herzensverbindung sowie die bewusste Entscheidung, nicht im Autopiloten zu agieren. Doch dieser Aufwand lohnt sich: Durch Freundlichkeit entstehen Bindung und Vertrauen. Gerade in Krisenzeiten ist dieser Zusammenhalt, der durch Zugewandtheit und Empathie genährt wird, wertvoll. Mitarbeiter denken konstruktiv mit und gehen eher eine „Extrameile“ aus Überzeugung, wenn ihnen mit ehrlicher Freundlichkeit und Wertschätzung begegnet wird. 


Warum Freundlichkeit Führung erfolgreicher macht


  1. Fehlerkultur mit Humor statt Drama: Wer mit einem Augenzwinkern und einem offenen Ohr an Fehler herangeht, fördert eine Atmosphäre des Wachstums. Mitarbeiter trauen sich eher, Risiken einzugehen und Verantwortung zu übernehmen.
  2. Motivation durch Wertschätzung: Eine stärkende Geste der Anerkennung wirkt oft stärker als jeder Bonus. Es zeigt: Du bist gesehen und wichtig.
  3. Stressreduktion: Freundlicher Umgang und empathische Kommunikation können den Stresspegel im Team senken. Mit Blick auf die Kostenentwicklung durch Krankheitstage sollten Unternehmen vermeidbare Stressoren reduzieren. 
  4. Authentizität gewinnt: Führungskräfte, die freundlich und gleichzeitig authentisch sind, überzeugen nachhaltiger als jene, die mit autoritärem Gehabe agieren.


Kulturfaktor für zukunftsorientierte Unternehmen


Freundlichkeit ist ein kraftvolles Werkzeug für Führungskräfte, die sich bewusst sind, dass Erfolg durch Menschen entsteht – und nicht nur zahlengetrieben erreicht werden kann. Menschen gedeihen in einer Umgebung, die von Zugewandtheit und Wertschätzung geprägt ist. Dies gilt für Mitarbeiter und auch für Führungskräfte selbst: durch gelebte Freundlichkeit stärken Führungskräfte auch ihr inneres Gleichgewicht.


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Coach Sevira Patricia Landsberg erklärt Zusammenhang zwischen Nervensystem und Wirtschaftserfolg
von Sevira Patricia Landsberg 9. März 2026
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen unserem Stressempfinden und Wirtschaftserfolg? Wirtschaftserfolg wird vor allem von Zahlen, Strategien und harten Fakten gestaltet ... Wirklich? Wer nachhaltig und innovativ agieren will, sollte verstehen, wie der Mensch „tickt“. Denn unser Nervensystem spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie wir denken, entscheiden und handeln – besonders unter Stress. Wenn Menschen Angst oder Druck erleben, reagiert das Nervensystem mit einem automatischen Schutzmechanismus: Es schaltet in den sogenannten Stress- oder Angstmodus. Biologisch betrachtet führt dieser Zustand zu einer Verengung unseres Bewusstseins. Unser Gehirn fokussiert sich auf unmittelbare Gefahren und blockiert neue Informationen oder bahnbrechende Ideen. Das bedeutet: Im Stress-Modus sind wir weniger offen für Veränderungen und Innovationen – das genaue Gegenteil dessen, was in der dynamischen Wirtschaftswelt gefragt ist. Angst blockiert Innovation Dieses Phänomen hat weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen und zu treffende Entscheidungen! Führungskräfte, die hingegen ihre eigenen Stressmuster und die ihrer Mitarbeiter kennen, können besser auf Herausforderungen reagieren und wissen, was erforderlich ist, um sich selbst regulieren zu können. Wie aber lässt sich dieser einengende Stressmodus durchbrechen? Zwei bewährte Methoden als Einstieg: 1. Tiefe Atmung: Bewusstes, ruhiges Ein- und Ausatmen aktiviert das parasympathische Nervensystem, unseren „Ruhemodus“. Diese einfache Übung kann helfen, wieder den Kopf frei zu bekommen und die körperliche Anspannung abzubauen. Regelmäßige Atempausen im Arbeitsalltag erhöhen die geistige Klarheit und fördern bessere Entscheidungen. 2. Körper-Achtsamkeit: Sich seiner Körperempfindungen bewusst zu werden – etwa durch kurze Pausen zur Wahrnehmung von Muskelverspannungen oder Haltung – hilft im ersten Schritt, Stress frühzeitig zu erkennen und diesem entgegenzuwirken. Achtsamkeit stärkt nicht nur die emotionale Resilienz, sondern verbessert auch das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Unternehmen sollten die mittlerweile gut erforschten Erkenntnisse rund um unser Nervensystem nicht nur als optionalen Wellnessfaktor sehen, sondern als essenziellen Bestandteil moderner Führungskultur . Die Beschäftigung mit dem eigenen Nervensystem und die bewusste Anwendung von Techniken zur effektiven Selbstregulation - wie tiefer Bauch-Atmung und Körper-Achtsamkeit - sind Schlüssel, um in stressigen Situationen handlungsfähig zu bleiben und sich einen offenen Geist zu erhalten. Mein Appell: Nehmen Sie sich die Zeit, sich mit diesem Wissen auseinanderzusetzen – sei es in Seminaren, Coachings oder im Selbststudium. Übertragen Sie diese Erkenntnisse aktiv in Ihren beruflichen Alltag. Denn nur wer versteht, wie Stress-Parameter unser Denken einschränken, kann sich bewusst regulieren und auch andere dafür gewinnen. Erfolg beginnt im eigenen Vorstellungsvermögen und in einem Gefühl von souveränem Überblick. Und dazu gehört auch: ein ausgeglichenes Nervensystem, das Zugriff auf unsere Kreativität und Gestaltungsfreude ermöglicht. Nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie wirksame Routinen zur Selbstregulation Ihres Nevensystems etablieren möchten. Erfahren Sie auch, wie Ihre Führungskommunikation einen wesentlichen Beitrag dabei leisten kann, Stresspegel zu reduzieren und Innovationskraft zu entfalten. 
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